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Service Level Agreement (SLA)

Überblick​

Ein SLA (Service Level Agreement) ist ein Vertrag zwischen einem IT-Service-Provider und einem Kunden, der den Umfang, die Qualität und die Bedingungen der erbrachten IT-Services festlegt.

Typischer SLA-Aufbau​

1. Beschreibung / Leistungsumfang​

Legt fest, welche IT-Probleme abgedeckt werden, wie die Lösung erfolgt und welche Supportkanäle genutzt werden (Telefon, E-Mail). Enthält außerdem die abgedeckte Hardware und Systeme.

2. Prioritäten​

Drei oder mehr Prioritätsstufen mit unterschiedlichen Reaktionszeiten. Beispiel:

PrioritätReaktionszeit
Priorität 11 Arbeitsstunde, Express-Zuschlag
Priorität 25 Arbeitsstunden, Standard-Priorität
Priorität 31 Arbeitstag

Reaktionszeit: Zeitspanne zwischen der Störungsmeldung am Helpdesk durch den Anwender und der Aufnahme der Arbeiten für die Problemlösung durch die entsprechende Supportstelle.

3. Servicezeiten​

TagUhrzeit
Mo–Fr07:00–20:00 Uhr
Samstag09:00–18:00 Uhr
Sonn- und FeiertageKein Betrieb
Erweiterte ZeitenAuf Anfrage möglich

4. Sprachen​

Unterstützte Sprachen für den Support (z.B. Deutsch, Englisch).

5. Qualitätsgröße Anrufannahme​

KennzahlZielwert
Beantwortete Anrufe95 % aller eingehenden Anrufe, < 5 % verloren
Innerhalb 20 Sekunden entgegengenommen75 %
Innerhalb 40 Sekunden entgegengenommen90 %
Per Voicemail beantwortetMaximal 10 %

6. Qualitätsgröße Problemlösung​

KennzahlZielwert
Durchschn. Bearbeitungszeit für AnrufeHöchstens 30 Minuten
Zwischenbericht wenn nicht beantwortet innerhalb4 Stunden
Durchschn. Bearbeitungszeit bei StörungenHöchstens 2 Stunden
Maximale Bearbeitungszeit3 Tage
Mindestlösungsquote70 % innerhalb von 2 Arbeitstagen

7. Qualitätsgröße Kundenzufriedenheit​

Erfassung über Online-Fragebogen und Trailer-Calls (Rückruf und Auswertung bei 10 % der Anrufer).

8. Reporting​

Monatliche Überprüfung; viermal pro Jahr statistische Erfassung und Auswertung.

9. Gültigkeit und Dauer​

Gibt die Laufzeit des SLA und den Zeitpunkt der Nachverhandlung an (z.B. „gültig bis 1. August 20xx").

10. Vertragspartner​

Anbieter und Kunde unterschreiben das Vereinbarung jeweils.

Service Level Management (SLM)​

Das SLM stellt sicher, dass SLAs mit Kunden abgeschlossen werden und dass Services so gestaltet sind, dass die vereinbarten Service Levels eingehalten werden.

Aufgaben:

  • Erfassen von Service-Anforderungen
  • Prüfen, ob die vereinbarten Service Levels erreicht werden
  • Bereitstellung von Informationen im Service-Level-Bericht

Rollen​

Service Level Manager​

Der Prozess-Verantwortliche für das Service Level Management.

Verantwortlichkeiten:

  • Verhandelt SLAs
  • Stellt sicher, dass diese erfüllt werden
  • Gewährleistet, dass alle ITSM-Prozesse, OLAs und Verträge mit Drittparteien geeignet sind, die vereinbarten Service Levels zu erreichen
  • Überwacht die Service Levels und stellt entsprechende Reports zur Verfügung

Service Owner (Serviceverantwortlicher)​

Verantwortlich für die Erbringung eines Infrastruktur-Services im Rahmen der vereinbarten Service Levels.

Verantwortlichkeiten:

  • Tritt als Verhandlungspartner des Service Level Managers auf, wenn es um die Vereinbarung von OLAs geht
  • Ist häufig eine Führungskraft, die ein Team technischer Spezialisten oder einen internen Support-Bereich leitet

OLA (Operational Level Agreement)​

Ein OLA ist eine interne Vereinbarung zwischen IT-Teams bzw. -Abteilungen über die Leistungserbringung auf Betriebsebene. OLAs unterstützen die Einhaltung der externen SLAs.